@Nicolas
Wenns Dir nichts ausmacht obs alt oder neu, gut produziert oder nicht ist, dann kann ich Dir ein Beispiel geben. Es ist aber ein schwieriges Beispiel, es ginge eindeutiger, aber ich kann, da alles subjektiv ist nur von meiner eigenen Musik eindeutige Beispiele geben:
1: Ein Lied von 1999 von mir. 100% ich, ich habe damals alles, wirklich alles gegeben für diesen Song. klar technisch war ich nocht nicht so gut, aber eben ich habe alles gegeben. Ich fühle noch heute genau so, es kommt aus meinem tiefsten Inneren. Ich habe Wochen daran gearbeitet und den Schluss (live 303 gefilter

) ca. 50 mal aufgenommen bis er genau so war. 1999er HardwareOnlyProduktion, da werden wohl leider einige bereits an den Oberflächlichkeiten hängen bleiben und sich nicht bis zum Kern des Liedes vorspühren können. Wenn man offen ist und es zulässt, dann wird dieses Lied seinem Namen gerecht und es ist wie eine Umarmung und man fühlt sich danach besser. Am besten auf Kopfhörern. Auf kleinen oder schlechten Boxen kommt er überhaupt nicht zur Geltung und entfaltet sein Potential nicht.
http://www.subconsciousmind.ch/cgi-bin/ ... al-the_hug
2: Ein Lied von 2006 von mir. Teil eines Workshops. Ich habe mir selbst versucht zu beweisen, dass ich FullOn machen kann wenn ich will. Der einzige Teil den ich heute noch wirklich gut finde ist der wilde agressive Mittelteil, der Teil kommt von viel tiefer als der Rest. Der Melodiöse Anfangs- und Schlussteil gute Beispiele für Oberflächlichkeit. Die Melodien sind ok "schön" von mir aus, aber eigentlich ziemlich belanglos, düdeln mehr als sie erzählen könnten. Vielleicht sagen sie euch was, aber ich sage damit nicht viel.
Schwierig zum erspüren auch der Versuch mich zu beweisen, weil insgesamt ist das Lied eben nicht direkt unehrlich sondern vor allem oberflächlicher als meine Musik sonst. Aber man kann, wenn man seinem Gefühl traut, raushören, dass ich mich vor mir und anderen zu beweisen versucht habe. Auch das meine Motivation für den Song nicht primär war mein Innersten auszudrücken oder etwas zu machen, dass nur mir gefällt, sondern vorallem einen möglichst "fetten" song zu machen, der bei anderen ankommt. (ich glaube dieser Hintergrund trifft auf so ziemlich 70% vom Goa zu, meinem Gefühl und Nachforschungen nach, und das ist auch nicht positiv oder negativ gemeint, sondern eine Feststellung)
Dieser Song klingt möglicherweise für viele vom Gefühl her normaler, denn solche Selbstbeweisungsversuche und eher oberflächlichen Gefühlsausdrücke bekommt man meinem Gefühl nach ständig um die Ohren gehauen. Ich behaupte sogar, dass viele Musiker sich selbst nicht so sehr hinterfragen und anschauen, dass sie selbst über ihre Versuche "zu gefallen" oder "sich zu beweisen" Bescheid wüssten.
http://www.subconsciousmind.ch/cgi-bin/ ... -_MyFullon
Kein schlechter Song aber mein schlechtestes Lied.
Klar, jeder wird anderes fühlen bei diesen Liedern. Einige werden vielleicht auch gar kein Gefühl merken oder es kitschig finden oder langweilig oder einer reisst euch mit der andere nicht etc. etc. das ist halt so weil jeder alles anders wahrnimmt. Alles ist halt subjektiv, wenn es zur Wahrnemmung kommt.
ABER:
Ich als Musiker sage euch was ICH IN DIE LIEDER gesteckt habe. Das ist ein undiskutierbarer FAKT.
Nun könnt ihr versuchen das herauszufühlen, was ich reingesteckt habe WICHTIG!: und das UNABHÄNGIG von dem was ihr darin seht oder ob die Lieder euch gefallen oder nicht. Denn das ist alles subjektiv und hat alles nichts mit mir und dem was ich durch die Lieder von mir preisgebe und sage zu tun.
Alles klar?