Schweiz-Türkei

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M!GuZ / Wasabidelux
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FIFA-Untersuchungen angelaufen
FUSSBALL - Der Fussball-Weltverband FIFA hat am Montag in Zürich die Untersuchung der Vorfälle rund um das WM-Barragespiel Türkei - Schweiz vom 16. November aufgenommen. Bis Dienstagbend werden mehr als 20 Spieler, Trainer und Offizielle dazu befragt.


"Es handelt sich vom Aufwand her zweifellos um den grössten Disziplinarfall der bisherigen FIFA-Geschichte", sagte der FIFA-Mediensprecher Andreas Herren zum Terminplan der Kontroll- und Disziplinar-Kommission, die von Al Khalifa Sheik Salman Bin Ibrahim angeführt wird. Der Scheich aus Bahrain vertritt bei den Befragungen den Präsidenten Marcel Mathier, der als Schweizer in den Ausstand treten musste.

Zu den Vorgeladenen, die gestern und heute in Zürich über die Ereignisse nach dem Spiel in Istanbul aussagen mussten und noch müssen, gehören neben dem belgischen Schiedsrichter Frank de Bleeckere sowie den beiden FIFA-Beobachtern Michal Listkiewicz (Pol) und Alan Hutchings (Gb) auch die SFV-Funktionäre Ralph Zloczower, Peter Gilliéron und Ernst Lämmli sowie die Nationalspieler Johann Vogel, Stéphane Grichting, Raphaël Wicky, Valon Behrami und Benjamin Huggel. Ebenfalls aufgeboten wurden der Nationalcoach Köbi Kuhn, Goalietrainer Erich Burgener, Teamarzt Roland Grossen und der Physiotherapeut Stephan Meyer.

Aus der Türkei kamen der Verbandspräsident Levant Bicakci, Trainer Fatih Terim, dessen inzwischen zurückgetretener Assistent Mehmet Özdilek, Generalsekretär Davut Disli und die Spieler Emre, Volkan sowie Alpay nach Zürich. Die Befragungen begannen am Montag um 08.00 Uhr und dauerten bis 22.00 Uhr. Am Diesntag geht es um 09.30 Uhr weiter. Als Letzter ist gemäss detailliertem Zeitplan Benjamin Huggel um 16.00 Uhr an der Reihe.

Das FIFA-Haus auf dem Zürcher Sonnenberg wurde bereits gestern früh von rund 15 türkischen Journalisten, die mit einem eigenen Fernseh-Übertragungswagen angereist sind und fünf weiteren TV-Stationen belagert. Sie hielten sich bei eisigen Temperaturen und leichtem Schneetreiben mitttels mitgebrachtem Branntwein warm. Die FIFA offerierte derweil den zahlreichen Journalisten, Fotografen und TV-Leuten aus beiden Ländern im Freien kalte und warme Getränke. An den bei allen Ein- und Ausgängen postierten Sicherheitsleuten kam keiner vorbei.

Das Ergebnis der umfangreichen Untersuchung ist erst im Januar 2006 zu erwarten. Die möglichen Strafen reichen von einer Busse und Verwarnung über lange Sperren bis hin zum Ausschluss aus der nächsten WM-Qualifikation.
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